Stummfilm und Orgel

 

Vom 26. Juli bis zum 28. Juli findet in der Christuskirche „Stummfilm und Orgel“ statt. An jedem Abend um 20.30 Uhr startet Stefanie Benz die Vorführung des Filmes. Andreas Benz begleitet live an der romantischen Steinmeyerorgel. Wie in jedem Jahr gehört auch der Filmgottesdienst am Sonntag um 10.30 Uhr zum Programm.

Eintrittskarten zu € 8,- (erm. € 5,-) sind an der Adendkasse erhältlich, die 3-Tageskarte und die Familienkarte für einen Abend git es für € 25,-.

Am Freitag, 26. Juli ist Slapstick: Es werden Filme mit Buster Keaton, Harry Langdon, Charley Chase und anderen gezeigt. Am Samstag steht der Film "The Freshman" mit Harold Lloyd aus dem Jahr 1925 auf dem Programm. Der film am Sonntag Abend - der auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes am Morgen steht - heißt "Greed" und ist von Erich von Stroheim aus dem Jahr 1924.

Andreas Benz schreibt zu diesem film

„Greed“ erzählt die Geschichte des Bergmanns McTeague (Gibson Gowland), der bei einem reisenden Zahnarzt sein Handwerk lernt und sich mit einer Praxis in San Francisco niederlässt. Dort verliebt er sich in seine Patientin Trina (Zasu Pitts), die Freundin seines besten Freundes Marcus (Jean Hersholt). Die beiden heiraten. Als Trina in der Lotterie 5000 Dollar gewinnt, kündigt Marcus McTeague die Freundschaft, weil er der Meinung ist, dass ihm das Geld rechtmäßig zusteht. Trina entwickelt einen krankhaften Geiz und weigert sich, den Lotteriegewinn anzutasten. Marcus denunziert McTeague bei der Zahnärztekammer, die ihm die Zulassung entzieht. Der soziale Abstieg des Paares beginnt. Als McTeague Trina im Streit erschlägt und flieht, heftet sich Marcus an seine Fersen. Es kommt zum Showdown in der Wüste des Death Valley.
Erich von Stroheim wollte im Gegensatz zu den üblichen Hollywood-Produkten auch die realistischen Schattenseiten des menschlichen Daseins zeigen. So bestand er darauf, fast ausschließlich an Original-Schauplätzen zu drehen. Bei den Dreharbeiten im Death Valley trieb er seine Crew und seine Schauspieler bis zur physischen Erschöpfung. Dabei wirkt seine Filmsprache sehr modern; in „Greed“ verwendet er virtuos Tiefenschärfe, Kamerabewegungen, schnelle Schnitte und vieles mehr. Stroheim wollte den Roman „McTeague“ des amerikanischen Autors Frank Norris (1870 – 1902) möglichst detailgetreu verfilmen und kam dabei auf eine Rohschnittfassung von ca. 9 Stunden Dauer. Das Studio akzeptierte auch die zweiteiligen von Stroheim auf 5 Stunden bzw. von Rex Ingram auf 3 ½ Stunden gekürzten Fassungen nicht und kürzte den Film auf die heute vorhandene Länge von etwas über 2 Stunden. Die ungekürzte 9-Stunden-Fassung gilt bis heute als einer der meistgesuchten verschollenen Stummfilme (schauen Sie doch daheim einmal im Keller oder im Speicher nach!). Heute würde man aus dem Material eine Netflix-Serie machen, Stroheim war also seiner Zeit um 100 Jahre voraus. Auch in der erhaltenen Zwei-Stunden-Fassung gilt der Film bis heute als eines der großen Meisterwerke des amerikanischen Stummfilms.

2024 orgel und stummfilm

 

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    Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen,

    sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.

    Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit

    nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

     

    Matthäus 6, 28f.

     

     

     

     

     

     

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